Leistungen

Fasziendistorsionsmodell

Das Fasziendistorsionsmodell (FDM) von Stephen Typaldos D.O.:

Aktuell wird das FDM erfolgreich bei Beschwerden am Bewegungsapparat und Schmerztherapie angewendet.

Anwendungsgebiete:
  • Schmerzen und Bewegungseinschränkungen (z.B. Nacken, Schulter, Rücken, Hüfte, Knie, Fersensporn u.a.)
  • akute Verletzungen (z.B. Knöchelverstauchungen, Prellungen, Zerrungen, Knieverletzungen oder Hexenschuss)
  • Neurologische Probleme (z.B. Kopfschmerzen, Schwäche, Missempfindungen u.a.)
Behandlungsdauer:

Eine Behandlung dauert in der Regel 20-45 Minuten.

Allgemeines:

Der amerikanische Arzt und Osteopath Stephen Typaldos D:O: (1957-2006) überlegte Anfang der 1990er Jahre woran es liegt, dass viele Menschen, trotz der klassischen medizinischen Behandlungen (Z.B. Bandagen, Ruhigstellung und Medikamenten), mit akuten oder anhaltenden Schmerzen nicht geholfen werden kann. Er beobachtete seine Patienten und entwickelte eine der effektivsten Behandlungsmethoden für Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, die es zur Zeit gibt: das Fasziendistorsionsmodell (FDM). Das FDM ist eine Betrachtungsweise von körperlichen Beschwerden wie z.B. Bewegungseinschränkungen oder Schmerzen. Diese Beschwerden werden auf Verdrehungen (Distorsionen) oder Verformungen des Bindegewebes (Faszien) zurückgeführt. Diese Verformungen können durch eine FDM-Behandlung wieder rückgängig gemacht werden, so dass die Schmerzen deutlich vermindert oder beseitigt werden. Häufig kann nach ein bis zwei Behandlungen die Alltagstätigkeit wieder aufgenommen werden. Es werden nicht die Symptome sondern die Ursachen behoben, deshalb sind die Erfolge oft langfristig.

Balancierte Ohrakupunktur

Anwendungsgebiete:
  • Schmerzen (z.B. Migräne, Kopf-, Gelenk- und Regelschmerzen)
  • Heuschnupfen
  • Orthopädische Erkrankungen
  • Raucherentwöhnung

Auch bei vielen anderen Erkrankungen ist eine gute Wirkung durch die Ohrakupunktur möglich. Die individuelle Wirkung der Balancierten Ohrakupunktur zeigt sich bei jedem Menschen unterschiedlich. Innerhalb von drei bis fünf Sitzungen zeigt sich, wie bei Ihnen die Balancierte Ohrakupunktur bei Ihren Beschwerden wirkt. Die Ohrakupunktur ist eine Sonderform der Akupunktur, bei der die Abbildung des Menschen im Ohr (Somatotrophie) Grundlage der Therapie ist. Sie hat Ihre Verbindungen zur chinesischen Medizin und zu den Naturheilverfahren. In der französischen Auriculotherapie liegen ihre Wurzeln. Das Ohr steht im direkten Austausch mit dem Gehirn mit seinen ganzen Abbildungspunkten des Körpers und den dazugehörigen Nerven. Das Gehirn steuert wiederum den gesamten Organismus. Im Gehirn spiegeln sich Störungen des Körpers und zeigen sich am Ohr. Der Therapeut kann bei der Untersuchung am Ohr feststellen, in welchen Strukturen sich gegenwärtig Störungen befinden und welche weiteren Körperteile damit in Beziehung stehen. Durch das Setzen von Akupunkturnadeln oder Kugeln am Ohr kann die Regulation und somit auch die Störung ursächlich beeinflusst werden.

Kinesio-Taping

Anwendungsgebiete:
  • Knie-, Sprung- und Schultergelenksstörungen
  • Verspannte Rücken- und Nackenmuskulatur
  • Tennis-, Maus- und Golfarm
  • Sehnenscheidenentzündungen
  • Muskelfaserriss
Wirkung:

Durch das elastische Tape wird die Haut bei jeder Bewegung ganz sanft gestrafft und massiert, so dass der Lymph- und Blutfluss angeregt wird. Entzündungen im Gewebe können schneller abklingen, der Druck lässt nach und damit auch der Schmerz. Patienten und Therapeuten berichten meist schon kurz nach dem Tapen von einer guten bis erheblichen Besserung der Beschwerden. Schließlich reguliert das Pflaster noch den Muskeltonus und stütz die Gelenke. Dazu gibt es noch einen besonderen Effekt: weil der Schmerz oft sofort nachlässt, werden Schonhaltungen und Folgeprobleme wie z.B. Verspannungen vermieden. Darüber hinaus kann es sogar sinnvoll sein, vorbeugend zu tapen.

Blutegeltherapie

Blutegeltherapie – Ein traditionelles Heilmittel in der modernen Humanmedizin

Anwendungsgebiete:

Bei vielen Indikationen, bei denen Durchblutungsstörungen und/oder Entzündungen bestehen, lassen sich Blutegel erfolgreich einsetzen, z.B.:

  • akuten und chronischen Gelenkschmerzen (z.B. Kniegelenks-, Daumensattelgelenksarthrose)
  • Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen (z.B. Tennisellenbogen, Golfarm)
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Durchblutungsstörungen nach Haut- und Gewebstransplantationen
  • Bluthochdruck (unterstützende Behandlung)
  • Wirbelsäulen- und Kreuzbeinsyndromen
  • Furunkeln / Karbunkeln / Abzessen
  • Mittelohrentzündung / Tinnitus
  • Krampfadern / Besenreisern / Unterschenkelgeschwüre
Blutegelbehandlungen dürfen nicht durchgeführt werden bei (Kontraindikationen):
  • Blutgerinnungsstörungen durch Medikamente (Marcumar)
  • Blutern (Hämophile), hämatologische Erkrankungen
  • akute Magengeschwüren und erosiver Gastritis
  • Blutarmut (Anämie)
  • Immunschwäche (Aids, Chemotherapie…)
  • schweren chronischen Erkrankungen (fortgeschrittene Krebserkrankungen, Dialyse u.a.)
  • bekannten ausgeprägten Wundheilungsstörungen (z.B. schlecht eingestellter Diabetes mellitus, erheblichen Übergewicht, Cortison-Dauertherapie)
  • bekannten Allergien gegen Blutegel-Inhaltstoffe
  • Neigung zu Keloidbildung, überschießende Narbenbildung
Behandlung:

Eine Behandlung dauert meist zwischen 60 und 120 Minuten. Häufig ist eine einmalige Sitzung ausreichend, das ist von der jeweiligen Indikation abhängig. Die Blutegel werden möglichst nahe an das zu behandelnde Gebiet angesetzt. Dieser Vorgang ist weitgehend schmerzfrei, da der Blutegel hierbei wahrscheinlich schmerzlindernde Stoffe abgibt. Beim Saugen leitet der Blutegel in den nächsten 15-90 Minuten Wirkstoffe ins Gewebe ein und fällt anschließend von alleine ab. Durch den Wirkstoff Calin wird die kleine Bisswunde 8-12 Stunden offen gehalten und blutet nach, dies ist therapeutisch gewünscht. In dieser Zeit muss die Wunde mit saugfähigem Verbandsmaterial abgedeckt sein. Es kommen ausschließlich geprüfte Blutegel der Biebertaler Blutegelzucht GmbH zur Anwendung.

Wirkung:

Die Blutegeltherapie wird seit der Antike zu den praktizierten ausleitenden Verfahren gezählt: es wird jedoch nicht wie beim Schröpfen oder Aderlass nur Blut abgelassen, der Speichel des Blutegels enthält einige Wirkstoffe, die beim Saugen z.T. in den menschlichen Organismus gelangen, die Wirkstoffkombination des Egels ist jedoch einzigartig und helfen bei einer Vielzahl von Erkrankungen:

  • Hirudin: Hemmung der Blutgerinnung
  • Hyaluronidase: wirkt gefäßerweiternd und antibiotisch
  • Histamin: die Durchblutung der kleinen Blutgefäße werden reguliert (Erweiterung und Hautrötung)
  • Egline: entzündungshemmend
  • Calin: Hemmung der Blutgerinnung
  • Bdelline: antientzündlich
  • Die Behandlung mit dem Blutegel wirkt antithrombotisch, immunisierend, gerinnungshemmend sowie schmerzlindernd.

Allgemeines:

Man glaubt, dass es in der heutigen Medizin kaum zu passen scheint: Heute wie damals ist die Blutegeltherapie ein großer Bestandteil der medizinischen Versorgung. Blutegel (Hirudo medicinalis) spielen seitdem Menschen einander heilen eine fast immer bedeutende Rolle. Egel stammt von dem griechischen Wort „echis“ ab und bedeutet kleine Schlange. Manche vermuten, dass die Schlange des Aeskulapstabes einen Egel verkörpert. Jedenfalls ist er schon lange für seine Heilkräfte berühmt. Bei den Germanen wurde er nahezu synonym mit dem Wort „Heiler“ verwendet. Die Blutegel-Therapie gehört zu den ältesten Heilmethoden der überlieferten Medizingeschichte. Mehr als 2000 Jahre hat sie seit den Anfängen der wissenschaftlichen Medizin überdauert. Der medizinische Blutegel ist mit unserem Regenwurm eng verwandt. Er ist ca. 6 cm lang, schwarzbraun, lebt im Wasser und gehört zu der Art Ringelwürmer. Der feingeringelte Körper des Blutegels besitzt jeweils eine Saugscheibe am Vorder-und Hinterende, mit denen er sich raupenartig fortbewegt. Drei feinbezahnte Kiefer befinden sich in der vorderen Saugscheibe, mittels derer er sich durch die Haut schneidet. Seitlich des Darms befinden sich Blindsäcke, die sich beim Saugen mit Blut füllen. Es entsteht eine mercedesförmige blutende Wunde. Eine evtl. Rötung und auftretender Juckreiz sind harmlos und verschwinden nach einiger Zeit wieder.

Schröpfen

Anwendungsgebiete:
  • Kopf-Nacken-Rückenschmerzen
  • Niere und Leber/Gallenleiden zur Entstauung
  • Chronische Bronchitis
  • Ischialgie/Lumbalgie (Hexenschuss)
  • Muskelverspannungen und Muskelverhärtungen beseitigen bzw. lindern
  • Depressionen in den Wechseljahren, Menstruationsbeschwerden
  • Bluthochdruck, u.a.
Wirkung:

Die Schröpfmassage wirkt schmerzlindernd und allgemein durchblutungsfördernd. Bei der Schröpfmassage werden am ganzen Körper Reflexzonen angeregt, sowie eine Steigerung des Stoffwechsels bewirkt. Verspannungen werden gelockert, das Immunsystem wird aktiviert und Verhärtungen im Haut- und Unterhautgewebe werden gelöst.

Allgemeines:

Die Schröpfkopfbehandlung ist eine der ältesten Heilmethoden. Geschröpft wird mit unterschiedlich großen Gläsern, in denen ein Vakuum erzeugt wird. Diese werden dann auf ausgewählte Hautareale (Reflexzonen) platziert. Haut- und Unterhautgewebe werden durch den Unterdruck sanft von den Schröpfgläsern angesaugt. Die Ärzte Head und Mc Kenzie haben herausgefunden, dass es von inneren Organen Nervenverbindungen zur Hautoberfläche gibt. Diese werden nach Ihrem Entdecker „Head’sche Zonen“ genannt. Es wird durch das Schröpfen eine Durchblutungssteigerung erzielt. Dadurch wird ein Reiz gesetzt und die mit den Hautpunkten in Verbindung stehenden Organe zur Selbstheilung angeregt. Durch die Verbesserung der Durchblutung und des Stoffwechsels sollen z.B. Nieren und die Leber von Giftstoffen befreit sowie das Immunsystem gestärkt werden.

Baunscheidtieren

Anwendungsgebiete:
  • Ausleitung und Entgiftung der Haut
  • positive Beeinflussung akuter und chronischer Neuritiden (z.B. Gürtelrose)
  • Anregung des Lymphsystems
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Arthrose, HWS-, BWS-, LWS-Syndrom)
  • Erkrankungen aus dem Hals-Nasen-Ohren-Bereich
  • Erkrankungen der Bauchorgane
  • Herz-Kreislauf-System
  • u.a.
Baunscheidtieren sollte nicht angewendet werden bei:
  • Bluter
  • Einnahme von Gerinnungshemmern (Marcumar)
  • Einnahme von Kortison und Antihistaminika (setzen die Hautreaktion deutlich herab)
  • Vorsicht bei niedrigem Blutdruck
  • während der Monatsblutung
  • Allergische Reaktionen auf Inhaltstoffe
  • Tumorpatienten
  • Stoffwechselstörungen und hohes Alter
  • HIV
Allgemeines:

Carl Baunscheidt, der Erfinder, erfand 1848 durch eigene Versuche diese Methode. Er litt am rechten Arm sowie der rechten Hand an einem Gichtleiden. Durch Mückenstiche, die seinen rechten Arm reizten, kam es mit Hitze, Schwellung und Schmerz zu einer Erstverschlimmerung. Sein Leiden war gelindert, als die abklang. Er lernte zur selben Zeit einen Missionar aus China kennen, der ihm über die Erfolge der Akupunktur berichtete. Baunscheidt entwickelte einen „Nadelapparat“ den sogenannten Lebenswecker, mit dem er künstliche Stiche erzeugen und die Haut reizen konnte. Damit der Entzündungsreiz noch stärker aktiviert wurde, rieb er die gestichelte Haut mit einem Öl ein. Die von ihm entwickelte Technik wird auch als „Akupunktur des Westens“ bezeichnet. Sie funktioniert nach dem Prinzip des Ab- und Ausleitens von Krankheitsstoffen. Hierfür wird die Haut oberflächlich gereizt mittels des Lebensweckers. Durch Einmassieren des Baunscheidtöls (nicht in der Apotheke erhältlich) in die zuvor entstandenen kleinen Hautwunden erreicht man eine Hautreizung, die zu einem Ausschlag mit kleinen Pusteln führt. Giftstoffe werden auf diese Weise nach außen geleitet.